The Lorenzini Story
Am 13. November 1973 wurde das Ristorante Lorenzini nach Vorbildern toskanischer Restaurants und kalifornischer Bars von drei Werbeberatern (Fritz Kobi, Heinz Hersberger, Alex Milani) an der Marktgass-Passage in Bern, zusammen mit 120 prominenten Gästen, in Saus und Braus eröffnet.
Die erste Geschäftsführerin, Judith Adank, war knapp 25 Jahre alt und genau so wenig vom Fach wie die drei Gründer. Trotzdem: Fast über Nacht wurde die im Parterre beheimatete Quick Bar zum zweiten Zuhause für die progressiven jungen Berner - aber auch für andere Gurus, wie beispielsweise Bundesrat Rudolf Gnägi. Und im 1. Stock bereitete Luigi Monaco, ein echter Signore aus Neapel, der Berner Schickeria die ersten waschechten Leckerbissen der Toskaner Küche zu. Bald war das Lorenzini weit über die Grenzen Berns hinaus als Tummelplatz der Künstler und Bundesräte, der Sportler und Intellektuellen berühmt und berüchtigt.
1990 musste das inzwischen zum Wallfahrtsort für Progressive gewordene Ristorante mitsamt der Quick Bar auf brutalen Befehl des reaktionären Hausverwalters umziehen. Im ehemaligen Inneneinrichtungsgeschäft von Rudolf Schweizer am Theaterplatz fand es ein neues Daheim. 1996 übernahm die Ristorante Piazza Lorenzini AG auch den gleich nebenan beheimateten, durch Friedrich Dürrenmatt und Ernesto Schlegel berühmt gewordene Fresstempel Du Théâtre. Von diesem Fresstempel alter Prägung ist allerdings heute nicht mehr viel übrig: Das "Düdü" hat sich als Tatort für stimmungsvolle Parties und lauschige Rendezvous beliebt gemacht. Ausserdem konnte sich das Lorenzini vergrössern und verschönern und besitzt jetzt stilvolle Salotti für Geschäftsessen und Bankette, einen malerischen Innenhof und ein Strassen-Café. Das Lorenzini lebt - und zwar mehr denn je!